Roman „Ohne rot zu werden“

Der Journalist Nick Turner erfährt, wie seine Mutter von einer Krebsdiagnose niedergeschlagen wird. Seine Reportage darüber hat er voll erfunden. Das kippt ihn von der Ebene der Wahrheit, denn plötzlich ist wahr für ihn nicht mehr gut genug. Ob aber der Traum von einer Zeitung, die das Wahre nur als kleinen Teil der Welt ansieht, den stellenlosen Mann zu retten vermag? Ob die Menschen es wirklich wünschen, täglich angeschwindelt zu werden? Der Roman führt in die Psyche hinein, aber auch in die Medienwelt und damit zu den Kräften, die in der Gesellschaft wirken. Er entzieht der Leserin und dem Leser dauernd den vermeintlich sicheren Boden der Wahrheit – ein lebensnahes Spiel zwischen Wissen und Glauben. Angesiedelt ist der Roman in einer deutschen Kleinstadt an der Nordsee. Der Autor lebte ja mehrere Jahre in Hamburg.

Die Irritation zwischen Wahrem und Unwahrem zieht sich nicht nur durch die Hauptgeschichte, die der neuen Zeitung „Fantast“ und den Medien überhaupt gewidmet ist. Sondern auch den Nebengeschichten, die im Laufe das Romans zusammenfinden: die Beziehung zwischen Nick und seiner Frau Sue, die Autisten als Sues Berufswelt, die Aufklärung des Mordes an Nicks Vater.

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